Regelungen für Auszubildende in Corona-Zeiten

Auch die Berufsschülerinnen und -schüler erhalten Lern- und Unterichtsmaterialien


Liebe Ausbilderinnen und Ausbilder,
Liebe Schülerinnen und Schüler,

durch die Verfügung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie ist der reguläre Schulbetrieb an der BBS 3 Mainz auch für alle Berufsschülerinnen und Berufsschüler bis zum 20. April 2020 eingestellt.

Die ADD hat darauf hingewiesen, dass den Schülerinnen und Schülern, die sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden, Lernzeit vergleichbar mit einer Teilzeitbeschulung zur Verfügung zu stellen ist.

Das Lernen findet nicht mehr am physischen Lernort Schule statt, sondern - in durch Lehrkräfte begleiteter Form – im häuslichen Umfeld. Die Lehrkräfte treten dazu mit den Auszubildenden und ggf. mit den Ausbildungsbetrieben in geeigneter Form in Kontakt.

Für den Berufsschulunterricht im häuslichen Umfeld gelten die Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO):

Pflichten der Auszubildenden nach §13 BBiG:

Auszubildende sind verpflichtet, an den Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für die sie vom Ausbildungsbetrieb freigestellt sind. Zu diesen Ausbildungsmaßnahmen gehört der Berufsschulunterricht.

Auszubildende haben sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist.

Pflichten des Ausbildenden (z.B. Betriebe) nach §15 BBiG:

Ausbildende haben Auszubildende für die Teilnahme am Berufsschulunterricht von der Arbeit im Betrieb freizustellen und zum Besuch der Berufsschule anzuhalten.

Wenn der Unterricht an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten stattfindet, ist ein ganzer Wochentag freizustellen (und somit als Arbeitstag auf die wöchentliche Arbeitszeit anzurechnen),

In Absprache zwischen der Schule und den Ausbildungsbetrieben kann während der derzeit anhaltenden Schulschließungen vom Berufsschultag nach Stundenplan abgewichen werden; nicht aber vom zeitlichen Umfang insgesamt.

Beurlaubungen

Grundsätzlich sind betriebliche Gründe kein Anlass für eine Befreiung vom Berufsschulunterricht. Wenn aber ein Betrieb gegenüber der Schule darlegt, dass er in der gegenwärtigen Situation seine Auszubildenden benötigt, um seine Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge nachkommen zu können, kann die Schule von der bisher bestehenden Möglichkeit, Auszubildende aus wichtigen Gründen zu beurlauben, Gebrauch machen.

An Stelle von Unterrichtszeiten, die nicht für die Bewältigung der Lernaufgaben benötigt werden, kann somit unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Vorgaben auch ein Einsatz im Ausbildungsbetrieb erfolgen. Folgendes ist dabei handlungsleitend: Auszubildende stehen auch während der Corona-Krise arbeitsrechtlich unter einem Schutzverhältnis.

Die Schulschließungen sind Schutzmaßnahmen und dienen der Vermeidung von sozialen Kontakten.

Unsere Lehrkräfte werden den Schülerinnen und Schülern differenzierte Lern– und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen.  Die digitalen Arbeitsaufträge entsprechen im Umfang der regulären Unterrichtszeit. Weiterhin begleiten die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler (z. B. in Chats, Mails oder per Videokonferenz) bei der Bearbeitung der Lerninhalte.

Über die aktuelle Entwicklung informieren wir Sie hier auf unserer Homepage.

Gerhard Reuther


Berufsbildende Schule 3
Am Judensand 8
55122 Mainz
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