Erasmus+ Praktikum in Bournemouth

Am 26.03.2017 war es soweit: unser Praktikum in Bournemouth ging los. Schon am ersten Tag, auf dem Weg zur Sprachschule, wurde der erste große Unterschied zu Deutschland klar: wenn du in England dem Bus nicht winkst, fährt er vorbei.


Zum Glück stehen morgens so viele Pendler an der Bushaltestelle, dass uns auch das Fehlen dieser essentiellen Information nicht zum Verhängnis geworden wäre.

Die zweite Erkenntnis folgte noch vor dem Einsteigen: die Briten sind tatsächlich Weltmeister im Schlange-Stehen. Fein säuberlich geordnet wartet jeder darauf dem Busfahrer bei der Ticketkontrolle freundlich einen guten Morgen zu wünschen und sich zu bedanken. Das gleiche gilt auch beim Aussteigen:

„Cheers“ und „See ya“ sind unerlässlich, wenn man den Bus verlässt. Alternativ gehen aber auch „Thank you“ und

„Goodbye“.

Solche Rituale gab es auch in unserer Gastfamilie. Dinner gab es pünktlich um halb sieben, geduscht wurde in der „Morning-" oder „Evening-Shift“ (je zwei Personen, damit es auch genug warmes Wasser gibt) und Wäsche wurde am Wochenende gewaschen. Alles in allem waren wir aber sehr zufrieden mit unserer Familie – sie waren herzlich, hilfsbereit und haben sich fürsorglich um uns gekümmert. Vor allem haben sie Wert daraufgelegt, dass wir unser Englisch verbessern können.

Auch bei unserer Freizeitplanung konnten unsere Gasteltern uns viele nützliche Tipps geben: zum Beispiel anstatt mit dem Bus zum Hengistbury Head zu fahren, die Fähre zu nehmen. Ein Erlebnis, das sich definitiv gelohnt hat. Aber auch der Strand in Boscombe, den wir in nur fünf Minuten von unserer Unterkunft aus erreichen konnten, hatte mit seinem Pier und dem schönen Overcliff Walk einiges zu bieten.

Die Arbeit in England hat sich grundsätzlich nicht besonders von der in Deutschland unterschieden. Besonders wenn es um „Praktikanten-Aufgaben“ geht.

Unsere Kollegen waren freundlich und haben versucht uns auch für diese kurze Zeit in ihr Team zu integrieren. Und einiges hat uns dann doch gezeigt, wie gut es uns in Deutschland geht. Zum Beispiel, wenn es um Raumklima und Arbeitsausstattung geht.

Nach drei Wochen haben wir uns zwar schon fast wie Einheimische gefühlt – irgendwann gewöhnt man sich auch an den Linksverkehr und weiß, auf welcher Straßenseite der richtige Bus abfährt – aber trotzdem waren wir froh, wieder nach Hause zu kommen und wieder in unseren Alltag zurückzukehren.

Insgesamt war das Praktikum eine super Erfahrung und wir sind froh daran teilgenommen zu haben.

Angelika Eberling & Indra Stockhorst


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