Ruanda AG

Im Sommer 2006  wurde an  unserer Schule  eine Ruanda AG gegründet. Die AG ist offen für Schüler/innen und Kollegen/innen.

Die Partnerschaft  zwischen den Ländern Rheinland-Pfalz und Ruanda  feiert im Jahr 2012 30-jähriges Bestehen.

Partnerschaften sind ein wichtiger Baustein für Friedensförderung und Verständigung. Sie bringen Menschen zusammen und lassen Gemeinschaft im Kleinen entstehen. Der unmittelbare Kontakt zwischen Menschen und Kulturen anderer Nationen hilft Verständnis für andere Sichtweisen zu wecken. Dieses Anliegen wollen wir mit unserer Ruanda AG unterstützen.

Unsere Projekte:

  • Information der Schüler über unser Partnerland
  • Gestaltung des Ruanda  Schaukastens im Foyer  der Schule
  • Übernahme von Patenschaften für  ruandische Schüler/-innen
  • Waffelback-Aktionen, die helfen, die Partnerschaft mit Ruanda lebendig zu halten („Liebe geht durch den Magen“)
  • Bücherbazar zur Unterstützung von Patenschaften

Ruanda ist mit über 11 Mio. Einwohnern auf 26.338 km² das am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Die Bevölkerung spricht mit Kinyarwanda eine eigene Sprache. Amtsprachen sind daneben auch Französisch und Englisch.
Die Hauptstadt der Präsidialrepublik ist Kigali.

Die geographische Lage

Ruanda liegt am Zentralafrikanischen Graben, im Gebiet der Großen Seen, und erhielt durch seine Höhenlage (950-4520m üNN) auch die Namen:

  • "Land der 1000 Hügel"
  • "Land des ewigen Frühlings".

Das Staatsgebiet ist etwas größer als die Fläche von Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen. Ruanda gehört somit zu den kleinsten Staaten Afrikas.

Die Bevölkerung

Die Menschen in Ruanda leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht, (91,1%) wenige sind in der Industrie (1,7%) oder Dienstleistungen (7,2%) tätig . Die Landwirtschaft dient meistens zur Versorgung der eigenen Familie, doch durch die zunehmende Landknappheit und gelegentliche lange Dürrezeiten reichen die Erträge dafür nicht aus.

Wie in den meisten afrikanischen Ländern sind die Familien  kinderreich. Ruanda hat eine mehrheitlich junge Bevölkerung, die das Land voranbringen will. Dennoch gehört Ruanda heute noch zu den ärmsten Staaten unserer Erde.

Noch heute ist Ruanda gezeichnet vom Bürgerkrieg und dem darin vollzogenen  Genozid (Völkermord)  im Jahr 1994. Es gibt keine genauen Zahlen, jedoch sind Schätzungen zufolge in den drei Monaten April bis Juni 1994 über 800.000 Menschen umgekommen. Milizen vom Volksstamm der Hutu versuchten die kleinere Volksgruppe der Tutsi und die von ihnen gestellte Regierung zu vernichten. Erst als  das Ziel weitgehend erreicht war und im Juli 1994 mit Hilfe Ugandas Paul Kagame (der heute amtierende Präsident) die Macht übernahm, konnten die Massaker gestoppt werden Leider ist der Frieden bis heute brüchig, da immer wieder noch Übergriffe stattfinden, besonders unter den in den Kongo Geflohenen.

Hoffnung schenken - Gemeinsam helfen: Als Klasse eine Patenschaft übernehmen

Wie in den meisten afrikanischen Ländern sind die Familien kinderreich. Ruanda hat  eine mehrheitlich junge Bevölkerung, die das Land voranbringen will. Dennoch gehört Ruanda heute noch zu den ärmsten Staaten unserer Erde.

Durch Patenschaften kann diesen Kindern eine Bildungschance und die Möglichkeit  auf eine bessere Zukunft gegeben werden. Patenschaften haben direkt das Ziel, Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen und  den Start in ein Berufsleben zu erleichtern.

 

Bei den Patenkindern handelt es sich um Schülerinnen und Schüler, die eine Sekundarschule (weiterführende Schule) besuchen. Der Sekundarschulabschluss (Baccalauréat) nach 6-jähriger Schulzeit berechtigt zum Zugang zur Universität. Gleichzeitig sind die Sekundarschulen aber auch berufsvorbereitend; jede Sekundarschule hat fachliche Schwerpunkte, die es den Jugendlichen nach Abschluss der Schule ermöglichen, sofort einen Beruf zu ergreifen (z. B. Primarschullehrer, medizinisch-technischer Assistent, landwirtschaftlicher Berater etc.). Die Sekundarschulen in Ruanda sind daher eine unverzichtbare Institution für die Ausbildung von Fachkräften im Land.

Alle Patenkinder werden vor Ort vom rheinland-pfälzischen Koordinationsbüro in Kigali betreut. Mit den Patenkindern können Schüler Briefkontakte auf Englisch oder Französisch aufnehmen.

Wir möchten Schulklassen der BBS Mainz III für die Idee gewinnen, gemeinsam für einen Jugendlichen eine Patenschaft für ein Jahr zu übernehmen. Der Patenschaftsbeitrag beträgt zurzeit 250,-- € / jährlich pro Patenkind. Davon werden das Schulgeld, das Schreib- und Lernmaterial sowie die Schuluniform finanziert. Gemeinsam kann eine Klasse einen ruandischen Schüler unterstützen, vielleicht auch mit Hilfe einer weiteren Klasse. Mit einer Schülerpatenschaft reichen Sie gemeinsam einem jungen Menschen die Hand und geben ihm damit ein Stück Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Patenschaft übernehmen möchten.

Auch für Fragen steht das Ruanda AG-Team bestehend aus

  • Anke Heinen,
  • Gernot Hillenbrand,
  • Sigrid  Krieg,
  • Eva Lukas,

gerne zur Verfügung.

Berufsbildende Schule III
Am Judensand 8
55122 Mainz
Tel:
Fax:
E-Mail:
06131 906070
06131 9060749
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