Berufsbildende Schule
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Berufsbildende Schule III
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AG Ruanda


Im Sommer 2006 haben an unserer Schule drei Kolleginnen, Frau Krieg, Frau Lukas und Frau Wegmann, eine Ruanda AG gegründet. Die AG ist offen für Schüler/innen und Kollegen/innen.

Die Partnerschaft der Länder Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit fast 25 Jahren. Partnerschaften sind ein wichtiger Baustein der Friedensbewegung, denn sie bringen Menschen zusammen und lassen Gemeinschaft im Kleinen entstehen. Der unmittelbare Kontakt zwischen Menschen und Kulturen anderer Nationen hilft Verständnis für andere Sichtweisen zu wecken. Diese Ziele verfolgen wir auch mit der Ruanda AG.

Unsere Projekte:

  • Information der Schüler durch Schüler über unser Partnerland
  • Fotoausstellung im Dezember 2006
  • Gestaltung des Schaukasten im Foyer
  • Information über Patenschaften für ruandische Schüler


Republik Ruanda (Rwanda)

Ruanda ist mit über 8 Mio. Einwohnern auf 26.338 km² das am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Die Bevölkerung spricht mit Kinyarwanda eine eigene Sprache. Amtsprachen sind daneben auch Französisch und Englisch.
Die Hauptstadt der Präsidialrepublik ist Kigali.

Die geographische Lage

Ruanda liegt am Zentralafrikanischen Graben, im Gebiet der Großen Seen, und erhielt durch seine Höhenlage (950-4520m üNN) auch die Namen:

  • "Land der 1000 Hügel"
  • "Land des ewigen Frühlings".

Das Staatsgebiet ist 26.338 km² groß, und entspricht damit ungefähr der Fläche von Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ruanda gehört somit zu den kleinsten Staaten Afrikas.

Least Developed Country (LLCD)

Ruandas Weltrang wird vom Entwicklungsprogramm der UN mit Platz 152 (von 162, Stand: 2001) angegeben. Auch das BSP/Kopf von € 290 zeigt die Armut des Landes. Deutschland hat ein BSP/Kopf von ca. € 25.000.

Die Bevölkerung

Die Menschen in Ruanda leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht,(91,1%) wenige sind in der Industrie (1,7%) oder Dienstleistungen (7,2%)tätig . Die Landwirtschaft dient meistens zur Versorgung der eigenen Familie, doch durch die zunehmende Landknappheit und gelegentliche lange Dürrezeiten reichen die Erträge dafür nicht aus.

Wie in den meisten afrikanischen Ländern sind die Familien äußerst kinderreich, zehn oder mehr Kinder sind keine Seltenheit.

Noch heute ist Ruanda gezeichnet vom Bürgerkrieg und dem Genozid im Jahr 1994. Es gibt keine genauen Zahlen, jedoch sind Schätzungen zufolge in den drei Monaten April bis Juni 1994 über 800.000 Menschen umgekommen.

Nachdem am 6. April 1994 der damalige Präsident Juvenal Habyarimana mit seiner Maschine beim Landeanflug auf den Flughafen in Kigali abgeschossen wurde, übernahmen Hutu-Milizen („Interahamwe") die Macht in Ruanda. Sie begannen mit ihren von langer Hand geplanten Massakern an den Tutsi, den ehemaligen „Herrschern".

Mittels Radiopropaganda wurden besonders die Hutu (ca. 85% der Bevölkerung) dazu aufgerufen, ALLE Tutsi (ca. 15% der Bevölkerung) umzubringen (einschließlich der Kinder), Macheten wurden ausgegeben, Menschen in Kirchen und Stadien zusammen getrieben und auf grausame Weise umgebracht. Die seit Ende 1993 in Kigali stationierte UN-Friedensmission musste den Morden tatenlos zusehen, weil sie nicht das Mandat erhielt, in den Genozid einzuschreiten.

Erst als im Juli 1994 Paul Kagame (der heute amtierende Präsident) mit der in Uganda formierten RPF (Ruandische Patriotische Front) die Macht übernahm, konnten die Massaker gestoppt werden, jedoch sind bis 1998 in verschiedenen Landesteilen, besonders im Nordwesten in der Grenzregion zur Demokratischen Republik Kongo, immer wieder Menschen umgebracht worden.

Hoffnung schenken - Gemeinsam helfen: Als Klasse eine Patenschaft übernehmen

In Ruanda leben nach wie vor sehr viele Kinder und Jugendliche in großer Armut. Ihr Leben ist hart und entbehrungsreich. Dies gilt insbesondere für die Waisenkinder aber auch für viele sehr bedürftige Kinder mittelloser Eltern.

Durch Patenschaften kann diesen Kindern eine Bildungschance und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben werden. Patenschaften haben direkt das Ziel, Jugenlichen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Bei den Patenkindern handelt es sich um Schülerinnen und Schüler, die eine Sekundarschule (weiterführende Schule) besuchen. Der Sekundarschulabschluss (Baccalauréat) nach 6-jähriger Schulzeit berechtigt zum Zugang zur Universität. Gleichzeitig sind die Sekundarschulen aber auch berufsvorbereitend; jede Sekundarschule hat fachliche Schwerpunkte, die es den Jugendlichen nach Abschluss der Schule ermöglichen, sofort einen Beruf zu ergreifen (z. B. Primarschullehrer, medizinisch-technischer Assistent, landwirtschaftlicher Berater etc.). Die Sekundarschulen in Ruanda sind daher eine unverzichtbare Institution für die Ausbildung von Fachkräften im Land.

Alle Patenkinder werden vor Ort vom rheinland-pfälzischen Koordinationsbüro in Kigali betreut. Mit den Patenkindern können Schüler Briefkontakte auf Englisch oder Französisch aufgenommen werden.

Wir möchten Schulklassen der BBS Mainz III für die Idee gewinnen, gemeinsam für einen Jugendlichen eine Patenschaft für ein Jahr zu übernehmen. Der Patenschaftsbeitrag beträgt zurzeit 230,-- € / jährlich pro Patenkind. Davon werden das Schulgeld, das Schreib- und Lernmaterial sowie die Schuluniform finanziert. Gemeinsam kann eine Klasse einen ruandischen Schüler unterstützen, vielleicht auch mit Hilfe einer weiteren Klasse. Mit einer Schülerpatenschaft reichen Sie gemeinsam einem jungen Menschen die Hand und geben ihm damit ein Stück Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Unterricht für Krankenpfleger in einer Sekundarschule in Ruanda

Sprecht uns an, wenn Ihr eine Patenschaft übernehmen möchtet. Auch für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung (im Lehrerzimmer): Frau Lukas, Frau Krieg, Frau Wegmann.