Wem darf gekündigt werden, welche Unternehmensformen gibt es, welche Einkunftsarten werden unterschieden? Mit diesen und anderen sehr unterschiedlichen Fragen beschäftigen sich die Schüler in verschiedenen Ausbildungsberufen an der BBS III. Um diese Themen stärker miteinander zu vernetzen ist es hilfreich, sie in Lernsituationen einzubetten.
Die Konstruktion von Lernsituationen ist für den einzelnen Lehrer sehr aufwendig, deshalb haben einige Kollegen die AG Lernsituationen gegründet. Eine Lernsituation verbindet Einzelfragen mit komplexen beruflich und gesellschaftlich relevanten Aufgabenstellungen. Die AG kreiert folglich Lernsituationen, welche die Lebenswelt der Schüler ansprechen.
Mittelfristiges Ziel der AG ist es für verschiedene Ausbildungsberufe und Lernfelder bzw. Fächer, Lernsituationen zu schaffen und diese dem Kollegium zur Verfügung zu stellen. Durch minimale Veränderungen in den jeweiligen Aufgabenstellungen lassen sich Lernsituationen auch auf andere Ausbildungsberufe zuschneiden. Besonders im BWL-Unterricht ist es häufig erforderlich eine Lernsituation an die Arbeit mit einem Modellunternehmen zu knüpfen, um realitätsnahe Prozesse für Schüler besser erfahrbar zu machen. Diese Modellunternehmen existieren im besten Falle über die gesamte Ausbildungszeit hinweg, so dass die Schüler einen Lerngegenstand haben, mit dem sie sich immer besser identifizieren können. In der Folge werden auch die geschaffenen Lernsituationen, in denen immer wieder mit diesem Modellunternehmen gearbeitet wird, für die Schüler zu einem Ausschnitt problemorientierter Realität, in der sie aktiv werden können. Insgesamt ist bei der Erstellung der Lernsituation die Ausgangslage der jeweiligen Lerngruppe zu berücksichtigen. Grundsätzlich versuchen wir deshalb, Bezüge zum beruflichen und privaten Alltag herzustellen. Dadurch können betriebliche Abläufe und Prozesse besser in den Schulalltag transferiert werden.